November 20, 2018

OBS – Was ist das?

Was ist eigentlich eine Oberschule?

Eine Oberschule ist eine Schule für Schüler/innen aller Begabungen. Wir unterscheiden nicht in Haupt- oder Realschüler/in, Gymnasiast/in oder Schüler/innen mit Beeinträchtigungen!

Daher werden bei uns im 5. Jahrgang alle Schüler/innen gemeinsam (integrativ) unterrichtet. Eine Differenzierung findet im Klassenverband statt. Dort wird auch jeder Schüler/ jede Schülerin individuell gefördert/ gefordert (s. auch individuelle Förderung/ Forderung).

Vorteil Oberschule!

In Jahrgang 6 kommt es zu einer ersten Fachleistungsdifferenzierung. In den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch werden Grund-, Erweiterungs- und Zusatzkurse (nach den Kerncurriculum der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums) angeboten. Dies ist gegenüber anderen Schulformen (wie z.B. Hauptschule oder Realschule) ein immenser Vorteil, da Schüler/innen, die beispielsweise über eine Teilleistungsschwäche verfügen nicht die Klasse oder gar die Schule wechseln müssen. Die Schüler/innen bleiben in ihrem Klassenverband und besuchen lediglich in einem Fach einen bestimmten Kurs.

Daneben gibt es in Jahrgang 6 eine weitere Ergänzung: Die Schüler/innen können eine zweite Fremdsprache (Französisch oder Spanisch) oder zwei Wahlpflichtkurse besuchen.

OBS- Zweig und Gymnasialzweig in den Klassen 9 und 10

Am Ende des 8. Jahrgangs werden die Schüler/innen dann dem OBS oder dem Gymnasialzweig zugeordnet, sodass es im 9. und 10. Schuljahr wieder Oberschule- und Gymnasialklassen gibt. Dies ist notwendig, da die Oberschulklassen eine wesentlich umfangreichere Berufsorientierung haben. Hier arbeiten wir intensiv mit den BBSen Multimedia, Anna Siemsen und und ME (Metalltechnik/Elektrotechnik) in Hannover zusammen. So werden die Schüler/innen der 9. Hauptschulklasse einen Tag in der Woche je nach Neigung und Begabung in einer der BBSen unterrichtet und lernen dort schon einmal das Umfeld und die einzelnen Berufsfelder intensiv kennen.

Die Gymnasialschüler dagegen wählen sogenannte Profilkurse (Französisch, Technik, Wirtschaft oder Gesundheit/ Soziales). Dort erhalten die Schüler/innen vier Stunden in der Woche eine nachhaltige Bildung in diesen Bereichen und gleichzeitig eine gute Vorbereitung für den Übergang auf eine entsprechende Berufsfachschule oder sogar auf das allgemeinbildende oder das berufliche Gymnasium.

Hinweis zum Übergang in den Oberschulzweig

Für den Übergang von Jahrgang 8 der Oberschule in den Jahrgang 9 gibt es gesetzliche Vorschriften (Durchschnittsberechnung). Über die Zuweisung in den jeweiligen Schulzweig entscheidet allein die Klassenkonferenz (Zeugniskonferenz) am Ende des 8. Schuljahrgangs. Für die Zuweisung in den Realschulzweig gelten dabei folgende Bestimmungen:

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch (wenn zwei oder drei E-Kurse vorliegen): 4,0 (oder besser)

In allen anderen Fächern: 3,5 (oder besser)

Beispiel: Deutsch E-Kurs: 4, Englisch E-Kurs: 4, Mathematik E-Kurs: 4, alle anderen Fächer: 3,5 = Realschulzweig-Zuweisung

In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch (wenn zwei oder drei G-Kurse vorliegen): 2,4 (oder besser)

In allen anderen Fächern: 3,5 (oder besser)

Beispiel: Deutsch G-Kurs: 2, Englisch G-Kurs: 2, Mathematik G-Kurs: 3, alle anderen Fächer: 3,5 = Realschulzweig-Zuweisung

Bei zwei E-Kursen wird die Note des G-Kurses um eine Note abgestuft; bei zwei G-Kursen wird die Note des E-Kurses um eine Note hochgestuft.

Beispiel: Deutsch E-Kurs: 4, Englisch E-Kurs: 4, Mathematik G-Kurs: 3 (= E-Kurs 4), alle anderen Fächer: 3,5 = Realschulzweig-Zuweisung

Beispiel: Deutsch G-Kurs: 2, Englisch G-Kurs: 2, Mathematik E-Kurs: 4 (= G-Kurs 3), alle anderen Fächer: 3,5 = Realschulzweig-Zuweisung

Es ist also möglich, auch mit drei G-Kursen in den Realschulzweig zu kommen.